Modellgeschichte

Mitte der 1980er Jahre war es so weit, die technisch veraltete Baureihe PX sollte abgelöst werden. Piaggio suchte nach einem neuen Konzept das dem Unternehmen weiterhin Gewinne bringen sollte. Man begann mit der Entwicklung eines Fahrzeugs das sich aus der PX ableitete, jedoch ganz anders als diese werden sollte.
Die klassische Vespakonstruktion mit selbsttragender Stahlblechkarosserie sollte zwar ebenso beibehalten werden wie das Vollschwingenfahrwerk und das Schaltgetriebe, jedoch wurden viele Elemente integriert die man sonst nur von den damals aufkommenden Plastikrollern kannte.

Ursprünglich gab es sogar Pläne einen wassergekühlten Viertaktmotor und ein Automatikgetriebe für das Fahrzeug zu benutzen. Dieser Plan wurde jedoch verworfen da er als zu radikal angesehen wurde und sich nach Meinung einiger Verantwortlicher ein solches Fahrzeug nicht verkauft hätte.
Dies bestätigt die Behauptung das die Cosa als direkter Vorläufer der modernen, großen Automatikvespas an zu sehen ist die genau diese technischen Merkmale in sich vereinen.

So gab es erstmals in der Geschichte der Vespa ein Helmfach unter dem Sitz. Dazu eine Integralbremse (das Bremspedal wirkte auf Vorderrad und Hinterrad zu gleich) und, gegen Aufpreis,  ein ABS für das Vorderrad (das erste überhaupt für einen Roller). Dazu war die Cosa die erste im Windkanal entwickelte Vespa.

Im Rückblick wissen wir: es kam anders, die Cosa wurde von ihrer Vorgängerin, der PX, überlebt (diese wird bis heute produziert und setzt als indischer Lizenzbau mit Viertaktmotor sogar das direkte Erbe, als modernisierte Schaltvespa, der Cosa fort).

Offenbar teilt die Cosa das Schicksal vieler revolutionärer Fahrzeuge: sie kam zu früh, war zu teuer und wurde am Markt vorbei entwickelt. Sie steht damit in einer Linie mit vielen anderen Fahrzeugen die ihrer Zeit (zu) weit vorraus waren, Fahrzeuge wie dem Rumpler Tropfenwagen, dem NSU RO80 oder den Automatikmotorrädern von MotoGuzzi in den 1970er Jahren.
Dennoch ist sie heute interessanter den je, sie ist das Bindeglied zwischen klassischer Schaltvespa und den modernen, großen Automatikvespas. Nachdem die Cosa lange Zeit verkannt wurde (und dies von manchen Zeitgenossen heute leider immer noch wird), ist es jetzt an der Zeit die letzten überlebenden Exemplare zu erhalten.

1988   
Die Cosa kommt auf den Markt.

1992   
Die Cosa erhält ein Facelift. Das neue Modell (oft auch "Cosa 2" oder "Cosa FL" genannt) ist in vielen Details verbessert. 

1998 (?)
Einstellung der Produktion.